Samstag, 20. April 2013

Liebe Besucher !

Juergen Noeding in der Sonne, in seinem Dorf (Foto: Harald Nöding)


Ich höre gerade meine Musik auf dem Ampster-Player im Hintergrund. 
Meine Sehnsucht nach der anderen Welt, der anderen Menschheit, ist ungebrochen. Die Sehnsucht nach der glückseligen Ewigkeit, nach Liebe, Glück, Phantasie und Weisheit, treibt mich vorwärts. Jenseits der Anderen sind Dinge möglich die ich Leben nenne. Die Weltoberfläche interessiert mich nicht mehr. 

In einer brutalen Welt, in einer brutalen Gesellschaft voller brutaler Menschen ist es sehr schwer das zu werden was man wirklich ist. Es ist für mich schwer zwischen meiner hohen Sensibilität und dieser harten Weltoberfläche meine Balance zu finden. Es gibt die Oberfläche der Realität und das was drin ist, die Inhalte der Wirklichkeit. Wenn die Inhalte eines Menschen wirklich Ewigkeit wollen erscheint die Realitätsoberfläche des Alltags nicht nur vergänglich, sondern auch unwichtig. Wenn wir sterben verlieren wir diese Weltoberfläche. Alles was man mitnimmt sind wahrscheinlich nur die persönlichen Inhalte die so stark sind dass sie die Ewigkeit berühren. Ich bin von dieser Ewigkeit gestreift, schon mein ganzes Leben. Da ist etwas. Ein freies Paradies, ohne Absolutismus ? 

Meine Kultur, meine Musik ganz besonders, ist eine nicht nur hochsensible Frequenz, sondern für mich auch eine Tür der Zeit durch die ich selber gehen kann, in das Ewige hinein. Man sollte irgenwann in seinem Leben seinen Körper überschreiten, tief in der Seele und hoch im Geist und im Gemüt. 

Körper und Verkörperung. Was verkörpert ein Körper ? Das ist die Frage. Der Körper ist die Weltoberfläche, seine Verkörperung ist das was darüber hinaus geht und möglicherweise in einer anderen Existenz seine Heimat findet. 

Ich denke, wirkliche Künstler leben immer zwischen Himmel und Erde, versuchen ihr ganzes Leben ihre Balance zu finden, ihre Sprache und ihren Weg zu finden. Die Kunst und die Kultur erzählt von Dingen zwischen Himmel und Erde, zwischen Weltoberflächen und ewigen Inhalten, zumeist beeindruckend schön, sodass wir immer wiederkehren zu einem Bild, zu einer Musik, zu einem Gedicht usw. Die Kultur ist für mich der Inhalt den ich als Vermittler zwischen Zeitlichkeit und Ewigkeit empfinde. Ich lebe sowieso reduziert auf dieses Wesentliche und so mache ich auch meine Musik und meine Kunst. 

Was sagt die Welt und was sagt das Leben ? 
Ich habe Glück, denn ich bin schon von Kind an von der Ewigkeit gestreift. Das Gefängnis der Weltoberfläche war mir immer zu wenig und zu schlecht. 
Früher unbewusst, heute immer bewusster, stärke ich selbst meinen eigenen Lebensweg, diese Welt rollt an mir verbei, es sei denn es gibt gemeinsame Inhalte. Alles geht viel tiefer und viel höher als man denkt. Im Zeitalter des kapitalistischen Materialismus gehe ich durch meine eigene Seele, durch meinen eigenen Geist und ahne tief und schwer was in mir Ewigkeit will.

Liebe Grüße von Euerem Jürgen Nöding !

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